Ausbreitung des BuddhismusDer Buddhismus nahm seinen Anfang im 6. Jahrhundert v. Chr. im Nordosten Indiens mit dem historischen Buddha Shakyamuni, der für rund 45 Jahre in diesem Gebiet lehrte. Der Buddhismus dauerte in Indien als Hauptbewegung mehr als eintausend Jahre an, mit einer beginnenden, schrittweisen Abnahme im 7. Jahrundert n. Chr., obwohl die großen buddhistischen Universitäten und monastischen Zentren weiterhin für viele Jahrhunderte florierten. Die moslemische Invasion Indiens begann im 11. Jahrhundert, bei der riesige buddhistische Bibliotheken und Universitäten zerstört wurden. Zum 13. Jahrhundert verschwand der Buddhismus aus dem nördlichen Indien, wo er seinen Ursprung hatte und kehrte nicht bis zum 19. Jahrhundert zurück.

Erste Phase

Im 3. Jahrhundert v. Chr. sandte König Ashoka, der in Indien von 272 bis 231 v. Chr. herrschte, Missionare nach ganz Indien und Südostasien aus, um das zu vermitteln, was als die Hinayana-Lehren bekannt wurde. Diese Lehren wurden zuerst nach Sri Lanka und Myanmar (Burma) übertragen und später nach Thailand, Kambodscha, Laos und dem südlichen Vietnam, wo der Buddhismus immer noch einen entscheidenden Einfluss auf die Kultur hat, obwohl die jüngsten politischen Ereignisse die Rolle des Sanghas in den Regierungen der kommunistischen und militärisch beherrschten Regime eingeschränkt haben.

Zweite Phase

Die Entfaltung der Mahayana-Tradition begann um das erste Jahrhundert n. Chr. herum. Die große Universität von Nalanda wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. gegründet. Jedoch war die Entwicklung des mahayana-buddhistischen Denkens und Studiums bereits vor dieser Ära gut entwickelt. Der große Dharmakönig und Mahasiddha Nagarjuna (150 – 250) gründete im 2. Jahrhundert die Madhyamaka-Schule. Im 4. Jahrhundert gründete der Dharmakönig Asanga die Yogachara-Schule. Diese beiden Überlieferungslinien waren die Grundlage für die Mahayana-Lehren, die sich dann nach Pakistan, Afghanistan, Indonesien und entlang der Seidenstraße nach China und das nördliche Vietnam und weiter nach Korea (4. Jahrhundert) und Japan (6. Jahrhundert) ausbreiteten. Bodhidharma ging 526 nach China und begann das, was die Chan- oder Zen-Schule wurde. Die Reines-Land-, Tian-Tai-, Hua-Yen- und Fa-Hsiang-Schulen entwickelten sich im späten 7. Jahrhundert in China. Der buddhistische Einfluss in China erreichte seinen Höhepunkt während des 10. Jahrhunderts, blieb jedoch ein wesentlicher Bestandteil der chinesischen Kultur, obwohl die Kommunisten versuchten, den Einfluss systematisch zu unterdrücken. Afghanistan und Indonesien wurden moslemisch beherrschte Länder und rotteten die Praktizierung des Buddhismus vollkommen aus. Einige der goßen Zeugnisse des Mahayana-Buddhismus aus dieser Phase existieren immer noch in diesen Ländern, obgleich hauptsächlich als Touristenattraktionen. Die gigantischen Buddhastatuen, die 2001 vom Taliban-Regime in Afghanistan und 2007 von anderen islamischen Gruppen in Pakistan zerstört wurden, stammten aus dieser Phase.

Dritte Phase

Die esoterische Mahayana- oder Trantra-Praxis war in Indien im 7. Jahrhundert gut etabliert. Die esoterischen oder Vajrayana-Lehren wurden nach Tibet, Bhutan und China im 8. Jahrhundert übermittelt und gingen weiter nach Japan (frühes 9. Jahrhundert), in die Mongolei (13. Jahrhundert) und mit der tibetischen Diaspora zurück nach Indien und Nepal (20. Jahrundert). Es gibt ebenfalls einige Beweise für eine Übertragung dieser Lehren nach Südostasien, hauptsächlich Myanmar. Der indische Dharma-König und Mahasiddha Padmasambhava ging im 8. Jahrhundert nach Tibet. In der selben Zeit etwa wurde die Vikramasila-Universität in Indien gegründet.

Dharma-König Atisha, ein führender Lehrer von Vikramasila, ging 1042 nach Tibet. Marpa und Drokmi gingen im 11. Jahrhundert von Tibet nach Indien, um den Dharma zu suchen. Vieles vom Buddha-Dharma aus Indien aus dieser Phase wurde nach Tibet übertragen, bevor es durch die moslemische Invasion während des 11. und 12. Jahrhunderts zerstört wurde. Die erobernden Moslems plünderten 1197 die große monastische Universität von Nalanda und 1203 Vikramasila.

Für etwa 500 Jahre nach der Ankunft von Padmasambhava erlangten viele Befreiung in Tibet. Die höchsten Dharmas wurden offen gelehrt, jedoch manchmal auch jenen, die nicht qualifiziert waren, sie zu empfangen. Im 14. Jahrhundert stellte Dharma-König Tsongkhapa (1357-1419), eine Emanation von Manjushri, die monastische Disziplin in Tibet wieder her und korrigierte die falschen Lehren, die sich durch die vielen falschen Rinpoches in Tibet und von denen, die aus Indien geflohen sind, entwickelt haben. Der Buddha-Dharma, der sich in Tibet entwickelte, stellte den höchsten und kraftvollsten des gesamten Buddha-Dharmas bis heute dar. 1950 marschierten die chinesischen Kommunisten in Tibet ein, unterdrückten den Buddhismus, zerstörten Klöster und Tempel und verfolgten Mönche und Nonnen, die sie als Parasiten der arbeitenden Menschen betrachteten. Viele der überlebenden Rinpoches und Lamas flohen nach Indien, Bhutan, Nepal und in den Westen, während viele, die dort zurückblieben, was einst Tibet war, eingesperrt oder gezwungen wurden zu anderen Berufen zurückzukehren, normalerweise zu harter Arbeit. Nach der Kulturrevolution durften einige zurückkehren und ihre Klöster wieder aufbauen, jedoch nur mit einer handvoll Mönche und meistens, um diese als Touristenattraktionen in Stand zu halten.

Vierte Phase

18. – 19. Jahrhundert n. Chr. Es wurde begonnen, den Buddhismus in den Westen zu übertragen, als Buddhisten aus verschiedenen asiatischen Ländern anfingen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Westen auszuwandern und als Menschen aus dem Westen nach Japan, Korea, China und Südostasien gingen, um den Dharma zu suchen, um nach ihrer Rückkehr, das zu lehren, was sie gelernt hatten. Wie in Tibet nach dem massiven Abwandern aus Indien im Mittelalter, sah man im Westen eine starke Zunahme von falschen Lehrern, die hauptsächlich für ihren Lebensunterhalt lehrten und die keine authentische Überlieferungslinie oder den korrekten Buddha-Dharma besitzen.

Seine Heiligkeit Dorje Chang Buddha III Wan Ko Yeshe Norbu kam in diese Welt, um den Lebewesen zu zeigen, dass die Kraft und Weisheit des wahren Buddha-Dharmas, den Buddha Shakyamuni besaß, in diesem Zeitalter immer noch gelernt werden kann. Seine Heiligkeit kam ebenfalls, um die Fehler, die in den verschiedenen Übertragungen im Zeitverlauf aufgetreten sind, zu korrigieren und um die höchsten Dharmas von Buddha Shakyamuni zu lehren, einige, die noch nicht übertragen worden sind. Seine Heiligkeit hat gesagt, dass nur 30 % des Buddha-Dharmas, den Buddha Shakyamuni empfangen hat, während Seiner Lebenszeit gelehrt wurde. Die Nagas empfingen etwa 70 % des Dharmas von Shakyamuni in deren Palast unter dem Meer. Es ist wichtig, daran zu denken, dass Buddha Shakyamuni diesen Dharma von Seinem Meister, Buddha Dipankara, einer anderen Manifestierung von Dorje Chang Buddha, lernte.

Dharmakönig Padmasambhava prophezeite im 8. Jahrhundert, dass “wenn der eiserne Adler fliegt und Pferde auf Rädern laufen, werden die Tibeter über die Erde versteut sein und der Dharma wird in das Land der roten Männer gehen.” Zuvor erklärte Buddha Shakyamuni im Sutra Erbeten von der Göttin von Makellosem Licht, dass 2.500 Jahre nach seinem Ableben, sein Dharma sich im “Land derer, mit roten Gesichtern” verbreiten wird. Die amerikanischen Eingeborenen werden schon immer als die “rote” Rasse angesehen, obwohl einige denken, dass sich das mehr auf die “rosagraue” Farbe der westlichen Menschen bezieht. So oder so scheinen diese Prophezeihungen korrekt zu sein.

Man kann auf der Karte und auf den Übelieferungslinien-Schaubildern sehen, wie sich der Buddhismus entwickelt hat und wie er im Zeitverlauf übermittelt wurde.

Was auf diesen Schaubildern nicht deutlich wird, sind die sogenannten “Goldenen Zeitalter”, die in diesen Ländern vorherrschten, als der Buddhismus auf der Spitze seines Einflusses war. Die Kunst und poetischen Ausdrucksweisen dieser Zeiten faszinieren uns immer noch, ob es die Grotten und Höhlen in Indien und China sind, Ankor Wat in Kambodscha, die berühmten Tempelruinen in Indonesien oder die großartige und heilige Kunst und Architektur in ganz China und Japan.

Sobald der Buddhsimus in einem Gebiet verschwand, tauchte er in einer anderen Kultur wieder auf, nur um sich wieder in eine andere Form zu entwickeln, die den Lebenden an diesem Ort und dieser Zeit entsprach. An jedem Punkt in der Geschichte inkarnierten große Wesen, die das möglich machten. Der Westen hat nun Überlieferungen aus all diesen großen Phasen der Entwiclung des Buddhismus, die aus vielen verschiedenen Kulturen überliefert wurden. Der Westen hat nun ebenso S.H. Dorje Chang Buddha III.