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S.H. Dorje Chang Buddha III macht deutlich, dass die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt zwei Dinge erfordert. Einerseits brauchen wir die aufrichtige Kultivierung, um gutes Karma zu mehren und schlechtes zu vermeiden. Andererseits müssen wir eine konkrete Dharma-Praxis erlernen. Kultivierung bildet zwar das unverzichtbare Fundament, doch ohne die konkreten Praxis-Methoden des Dharma können wir keine tatsächlichen Verwirklichungskräfte erzeugen.

Form und Funktion: Warum Kultivierung allein nicht reicht

In Seiner Dharma-Lehrrede Lernen von Buddha nutzt S.H. Dorje Chang Buddha III das Bild eines Computers. Wer zwar den Dharma lernt und Mantras rezitiert, aber sein Verhalten im Alltag nicht kultiviert, gleicht einem Betriebssystem, dem der eigentliche Computer fehlt. Ohne die Kultivierung gibt es keine Form, in der der Dharma wirken kann. Das unreine Karma blockiert jede wirkliche Entwicklung. Dieses Prinzip gilt jedoch auch umgekehrt. Wer sich ausschließlich im Alltag kultiviert und dabei keinen authentischen Buddha-Dharma praktiziert, gleicht einem vollständig zusammengebauten Computer, dem das Betriebssystem fehlt. Er hat zwar eine Form, aber keine echte Funktion. Kultivierung mehrt ununterbrochen unser gutes Karma, drängt das negative zurück und bildet das unverzichtbare Fundament. Um jedoch Verwirklichungskraft zu erzeugen und den Kreislauf von Samsara aktiv zu durchbrechen, benötigen wir eine vollständige Dharma-Praxis mit Vorpraxis, Hauptpraxis und Abschlusspraxis.

Die Yidam-Praxis: Die Erzeugung von Dharma-Kraft

Wenn die Kultivierung unser Fundament ist, worin besteht dann die Methode? In der täglichen Selbstprüfung üben wir uns fortlaufend in der aufrichtigen Selbstkultivierung. Eine formelle Dharma-Praxis wie die Yidam-Praxis greift dieses Fundament auf und verbindet es mit den konkreten Methoden, um transformierende Kraft zu erzeugen.

In unserer Kultivierung stoßen wir unweigerlich auf tief verwurzelte karmische Hindernisse, die sich allein durch Willenskraft nicht auflösen lassen. Genau an diesem Punkt setzt die Praxis eines Yidams an. Sie liefert die spezifischen Methoden, um sich mit der Kraft der Buddhas und Bodhisattvas zu verbinden. Durch diese aufrichtige Verbindung erzeugen wir Schritt für Schritt jene Verwirklichungskräfte, die unsere karmischen Hindernisse tatsächlich beseitigen.

S.H. Dorje Chang Buddha III stellt in Lernen von Buddha klar, dass reine Kultivierung, ohne den Dharma zu lernen, keine wahren Verwirklichungskräfte hervorbringt. Sollten sich allein durch Kultivierung irgendwelche Kräfte zeigen, handelt es sich dabei allenfalls um psychologische Effekte oder illusorische Phänomene. Eine echte Dharma-Praxis auf einem reinen Fundament wirkt jedoch weit darüber hinaus: Sie erzeugt tatsächliche Kraft, die nicht nur unsere innere Haltung klärt, sondern auch unser Karma transformiert und die äußeren Umstände und Hindernisse unseres Lebens spürbar zum Guten wendet.

Die Praxis der Grünen Tara

Es gibt viele authentische Dharmas, die auf diesem Weg praktiziert werden können. Eine der Hauptpraxen in unserem Zentrum ist die Praxis der Grünen Tara. Sie ist eine besonders direkte Methode, um genau jene inneren und äußeren Hindernisse aufzulösen, denen wir in unserer täglichen Selbstprüfung unweigerlich begegnen.

Die Grüne Tara repräsentiert die aktive Seite des Mitgefühls und die sofortige Bereitschaft zu handeln. Sie verkörpert jene Weisheit, die Gefahren beseitigt und den Praktizierenden schützt. Für viele ist sie eine zugängliche und zutiefst kraftvolle Möglichkeit, das Fundament der Kultivierung mit authentischer Buddha-Dharma-Praxis zu verbinden. Wir laden dich ein, diesen Aspekt der Praxis näher kennenzulernen.

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